„Man muss es einfach versuchen“
Aktuelles
Einmal im Monat stellen wir an dieser Stelle Menschen vor, die sich im SoVD Schleswig-Holstein ehrenamtlich engagieren. Heute: Heiko Wiebers aus dem Ortsverband St. Margarethen am Nord-Ostsee-Kanal. Der Bauaufseher ist erst seit Februar im Verband und hat direkt den Vorsitz in seinem Ortsverband übernommen.
Herr Wiebers, Sie sind gerade erst in den SoVD eingetreten und gleich zum Vorsitzenden in St. Margarethen gewählt worden: Warum engagieren Sie sich ehrenamtlich?
Ich bin hier im Dorf verwurzelt und somit schon lange ehrenamtlich aktiv, zum Beispiel bei der Feuerwehr. Mir geht es um die Gemeinschaft. Wenn keiner etwas macht, bricht im Dorf alles weg. Ich sehe das als Gemeinschaftsarbeit – auch wenn ich jetzt als Vorsitzender vorne stehen muss, damit es weitergeht.
Wie sind Sie ganz konkret zu Ihrem Ehrenamt im SoVD gekommen?
Das war eine Rettungsaktion. Der Ortsverband St. Margarethen sollte eigentlich aufgelöst werden, weil sich kein Vorstand mehr fand. Wir haben uns dann mit einer Gruppe von acht bis zwölf Leuten zusammengesetzt, weil wir das nicht kampflos aufgeben wollten. Am Ende hieß es: „Einer muss den Vorsitz machen“ – und das bin dann ich geworden.
Um mich herum gibt es aber ein gutes Team. Einige haben mit mir zusammen neu angefangen, andere sind schon längere Zeit im Vorstand. Wir sind gerade dabei, die unterschiedlichen Aufgaben untereinander aufzuteilen.
Was wussten Sie über den SoVD, bevor Sie die neue Verantwortung in St. Margarethen übernommen haben?
Ich war vorher gar kein Mitglied und wusste gar nicht genau, was der SoVD alles macht. Ich bin erst mit der Übernahme des Amtes im Februar eingetreten. Mir ging es primär darum, dass dieser Verein für unser Dorf erhalten bleibt. Je mehr ich mich mit der Sache beschäftige, desto klarer wird mir: Für viele Menschen ist der Verband hier vor Ort wirklich wichtig.
Jetzt sind Sie erst einige Wochen dabei: Aber haben Sie schon etwas erlebt, das Sie frustriert hat? Etwas, das Sie im Ehrenamt unnötigerweise behindert?
Finanziell ist es hier im Ortsverband ein Kraftakt, wir verfügen in St. Margarethen nicht über viel Geld. Unsere Arbeit wird nicht gerade dadurch erleichtert, dass man als Ortsverband selbst für Werbebanner oder Kugelschreiber bezahlen muss. Denn wir wollen ja die Fahne für den Verband hochhalten und neue Mitglieder gewinnen.
Haben Sie ein bestimmtes Erlebnis im Ehrenamt gehabt, an das Sie sich immer gern zurückerinnern? Oder gibt es Dinge, die Sie sich zur Erledigung Ihrer ehrenamtlichen Arbeit wünschen?
Da ich erst seit Februar dabei bin, kommen die großen Erlebnisse sicher noch. Aber ein Erfolg ist schon mal, dass wir wieder neue Mitglieder gewinnen konnten.
Wie geht es in den nächsten Monaten weiter?
Wir versuchen, durch Präsenz aufzufallen. Wir haben Plakate im Dorf aufgehängt und ein Foto vom neuen Vorstand gemacht, damit die Leute sehen: Es geht weiter. Wir halten an Klassikern wie dem Grillfest und der Weihnachtsfeier fest, damit man sich einfach mal wieder sieht und schnackt.
Ehrenamtlich arbeiten wäre auch für Sie ein Thema? Dann melden Sie sich bei:
Christian Schultz
Referent für Sozialpolitik
Telefon: 0431 / 65 95 94 - 22
Mail: sozialpolitik(at)sovd-sh.de
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